Reisebericht der Kieler Füchse 03.12.-05.12.2004 Im Dezember 2004 war es mal wieder soweit. Die Kieler Füchse starteten ihre nun schon fast legendäre Tour auf die größte, schönste und wohl auch wildreichste Insel Deutschlands. Rügen!!! Am Samstag starteten wir dann unsere Open-Air-Tour. Nach einer kleinen Inselrundfahrt durch die Ostseebäder Sellin und Binz und einem Blick auf die ehemalige KdF-Anlage in Prora stoppten wir an den Feuersteinfeldern. Nach einem ersten Spaziergang durch die Reliquien der letzten Eiszeit fand auch schon unsere erste Probe in mitten Millionen von Feuersteinen statt. Nach diesem ersten Konzert zog es uns zum 119m hohen Königstuhl. Durch die herbstliche Waldlandschaft des küstennahen Buchenwaldes Jasmunds zu wandern, war für alle eine willkommene Abwechslung zum tristen Arbeitsalltag in Kiel und Umgebung. Am Herthasee und den Resten des Herthaburgwalles erzählte uns Karsten die Sage der Königin Hertha. Am Königstuhl angekommen, wurden die Hörner erneut angesetzt und nun klangen die verschiedensten Jagdsignale, Fanfaren oder Märsche durch den Jasmunder Forst. Mit dem Signal „Zum Essen“ beendeten wir unser Konzert und zogen in die nächste Gastwirtschaft für einen heißen Kakao und ein Stück Kuchen ein. Der Samstag endete in geselliger Runde in der Gaststätte „Am Kleinbahnhof“ in Sellin. Am Sonntag ging es früh um 7.30Uhr zum Sammelpunkt am Jagdschloss Granitz . Nach den obligatorischen Signalen „Sammeln der Jäger“ und „Begrüßung“ fand die Belehrung und Wildfreigabe statt. Nach dem eigens einstudierten Signal „Wachtelruf“ und dem „Aufbruch zur Jagd (Ost)“ zog es die ca.85 Jägerinnen und Jäger an ihre Stände. Es war schön mit anzusehen, wie routiniert die lockigen Wachtelhunde es verstanden das Wild auf die Läufe zu bringen. Doch das sagenumwobene Hermelinmännchen ließ sich bei keinem der Anwesenden blicken. Um 13Uhr wurde die Jagd mit dem Signal „Hahn in Ruh“ abgeblasen und die Weidleute versorgten das von ihnen gestreckte Wild. Das Wild wurde zur Strecke gelegt. 3 Stücken Damwild, 27 Sauen und 2 Füchse hieß das Ergebnis dieses durchaus erfolgreichen Jagdtages. Jeder Wildart wurde mit dem entsprechenden Signal die letzte Ehre erwiesen und jeder erfolgreiche Jäger erhielt seinen Schützenbruch. Karsten war der einzige „Kieler Fuchs“, der an diesem Tag Weidmannsheil hatte. Ihm gelang es eine kranke Bache von ihren Leiden zu erlösen. Mit den Signalen „Jagd vorbei“ und „Halali“ ging die heutige Jagd und somit ein für alle erlebnis- und erfolgreicher kalter Jagdtag zu Ende.
|