Landesbläserwettbewerb 2004 in Albersdorf

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Endlich ist es nun soweit! Der Tag ist angebrochen, auf den wir seit Wochen hingearbeitet haben. Der 16. Mai 2004, der Tag, an dem der Landeswettbewerb der Jagdhornbläser des Landesjagdverbandes Schleswig Holstein in Albersdorf auf der Waldbühne im Papenbusch, durchgeführt werden soll.
Es ist Sonntag. Wir müssen kurz vor 6 Uhr aus den Federn. Eine völlig unchristliche Zeit, aber wir brauchen ca. 1 Stunde um diesen Ort zu erreichen.
Da unsere „Kieler Füchse“, so heißt die Truppe, zu der auch meine Ulrike gehört, schon als zweite Bläsergruppe ihre Pflichtsignale in den morgendlichen Himmel schmettern soll, haben wir keine andere Wahl.Gott sei Dank hat der Himmel ein einsehen und schickt seine strahlendste Sonne, um den bitterkalten Morgen auf zu wärmen.An die Arbeit. Mit Sack und Pack, plus Bollerwagen geht es los. Die Nervosität meiner Ulrike spüre ich schon, auch wenn sie sich das nicht so anmerken lassen will. Hat sie und die anderen unermüdlichen Bläser der Gruppe, unter der fachkundigen und unbarmherzigen Anleitung von Frauke Plagge doch wochenlang geübt, um an diesem Tag gut abschneiden zu können.
Auf dem Weg ins schön gelegene Albersdorf, sehen wir auf einem Parkplatz eine andere Jagdhornbläser Truppe ihren Auftritt üben. Sehen schmuck aus in ihren Uniformen, können sie aber auch so gut wie ......?
Wir werden sehen und vor allen Dingen hören.
Auf dem Parkplatz am Kurpark Papenbusch haben sich die anderen „Kieler Füchse“ schon aufgereiht und mit dem Einblasen begonnen. Was die Anwohner wohl über diese Töne am frühen Morgen denken? Eine kleine, aber feine Fangemeinde: Sonja mit Hund Aragon, Elke mit Vincent, Linda mit Eik, Vita und Gasthund Urs, Burgel und ich, haben sich ebenfalls eingefunden.
An der Waldbühne versammeln sich alle bis dahin eingetroffenen Bläser um gemeinsam das Signal „Begrüßung“ vor zu tragen. Hört sich schon gut an. Mittlerweile ist es 9:00 Uhr und die üblichen Reden bei einer solchen Veranstaltung werden von wichtigen und unwichtigen Personen gehalten.
9:30 Uhr, es ist fast soweit. Nochmal überprüfen ob auch das Mundstück noch in der warmen Hosentasche ist und der Kragen drinnen steckt. Es wird Aufstellung genommen, doch Kommando zurück, die Gruppen müssen von links auf die Bühne rauf. Also alles wieder umdrehen.
9:45 Uhr! Die „Kieler Füchse“ stellen sich den Wertungsrichtern, gleich 5 an der Zahl,
Prof. Uwe Bartels aus Niedersachsen, Detlef Holzhauser aus Hessen, Günter Kaufmann aus Niedersachsen, Manfred Eidner aus Meck.-Pomm. und Hartmut Krema aus NRW.
Achtung! Gut, Martina hat es auch geschafft!
Signal-Aufbruch zur Jagd - war nicht ganz zusammen, aber schon recht anhörbar.
Hirsch tot - die hohen Töne kamen gut und es wurde auch nicht gebrazzt.
Das Ganze und Anblasen des Treibens - fast perfekt.
Fuchs tot - eigentlich das Signal des Bläserchores, kurze Töne, auch die Pause wurde gehalten. Was war mit dem Hallali?
Hase tot- auch anhörbar.Jetzt haben es die 12 Bläser, die da wären Frauke Plagge(Chorpsführerin) Johannes Formella, Anne und Lee Knoscher, Martina und Robert Green, Ulrike Stegemann, Monika Schultka, Regina Rathje, Barbara Langer, Franz Jurczyk und Karsten Jacobs, es geschafft.
Der Fangruppe und mir fallen riesen Steine vom Herzen und wir freuen uns mit den Bläsern, das es ja eigentlich gut geklappt hat.
10:00 Uhr, jetzt tischen wir unser zweites Frühstück mit Kaffee, Tee, Kuchen und Salaten, deutschen Erdbeeren und Frikadellen auf und genießen dabei ca. 10x die 5 Pflichtsignale der anderen Starter in der Wertungsklasse B. Gute Bläser dabei, mein Tipp - 3.Platz!
Nachdem einige von uns sich die Zeit bei einem kleinen Spaziergang durch Albersdorf vertrieben haben und auch die Wertungsklasse A ihren Wettbewerb beendet hat, folgt um 15:00 Uhr das große Abschlußkonzert aller Bläserklassen. Grußworte und Vortragsstücke einzelner Gruppen und jagdliches Blasen bieten uns ein rundum überzeugendes Programm.
Wenn eine solche Menge unterschiedlicher Hörner gemeinsam geblasen wird, läuft es mir immer kalt den Rücken runter, Einfach toll.
Gegen 16 Uhr werden die einzelnen Wertungsgruppen prämiert und die „Kieler Füchse“ belegen einen hervorragenden 4. Platz in der Wertungsklasse B, von 12(inklusive 3 Gastgruppen) gestarteten Bläsergruppen.
Auf dem Nachhauseweg, lassen wir noch einmal diesen ereignisreichen Tag revue passieren. Das Wetter war toll, unsere Gruppe eine gute Plazierung geholt, absolut gutes Essen genossen und einen Sonnenbrand vom feinsten. Bläser, was willst Du mehr!

Füchse, ich bin stolz auf euch!
Peter Hagedorn