Drückjagd am 1. Dezember 2007


Am 30.November machten sich die Kieler Füchse auf zur alljährlichen Ansitzdrückjagd im schönen Granitzer Revier auf Rügen.
Zum mittlerweile 7. Mal wurden wir von den 5 Jagdpächtern des 1200ha großen Reviers, Wolfgang Jacobs, Olaf Schröder, Michael Dittert, Godehard Gertler, Karl-Heinz Radmann, zu diesem für uns wirklichen Highlight eingeladen.
Unterkunft bezogen wir, wie schon in den Jahren zuvor, bei der Familie Walter im Ostseebad Sellin. Nach vielen Gesprächen und wenigen Bierchen und Schnäpsen schoben sich die Füchse in ihr Nachtlager ein, denn am Samstag war für 6 Uhr das Wecken vereinbart.
Mehr oder weniger munter saßen dann alle am nächsten Morgen am Frühstückstisch und stärkten sich für das, was dann kommen sollte. Wettertechnisch war es zwar sehr neblig, aber soweit trocken.
Um 8 Uhr erreichten wir den vereinbarten Sammelpunkt, das Jagdschloss Granitz. Es gab ein Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern.
Die Begrüßung der 85 Weidleute und der Wachtelmeute erfolgte dann mit den Signalen „Begrüßung“ und „Wachtelruf“ um Punkt 8.30 Uhr.
Nach Belehrung und Freigabe wurden die Fahrzeuge bestiegen und die Schützen nahmen ihre Stände ein.
Um 10 Uhr klangen die Signale „Das Ganze“ und „Anblasen des Treibens“ durch die Buchenbestände der Granitz. Die Jagd begann. Und wenig später auch der Regen. Was anfangs als kleiner Schauer bewertet wurde, steigerte sich später zu einem schönen Dauerregen. Aber dem schönen Gefühl wieder in der Granitz jagen zu dürfen, tat dies keinen Abbruch.
Viele hatten einen guten Anblick...Viele Schüsse fielen...und manch einer blieb auch Schneider.
Um 13 Uhr waren dann die Signale „Das Ganze“ und „Hahn in Ruh“ zu hören.
Nun war die Jagd vorbei. Das gestreckte Wild war zu versorgen und zum Schloss zu bringen. Und pünktlich zum Ende der Jagd riss die Wolkendecke auf und die Sonne kam zum Vorschein.
Was dann später auf der Strecke liegen würde, hätte wohl kaum einer bei diesem Wetter erwartet. 1 Damkalb, 44 Sauen, 3 Stücken Rehwild und 2 Füchse.
Ja und in diesem Jahr fiel die erste Kieler-Fuchs-Sau. Familie Knosher hatte wohl einen Pakt mit der holden Diana geschlossen, denn Anne konnte einen Frischling und ihr Mann Lee einen Fuchs strecken. Weidmannsheil!!!
Anschließend wurde die gute Strecke verblasen und wo hin man auch schaute, alle waren trotz des miserablen Wetters wohl gestimmt.

Am Abend dann fand die gemütliche Auswertung in der „Alten Brennerei“ im Kellergewölbe des Jagdschlosses statt. Zuvor fand aber noch ein kleiner Sektempfang der Jagdherren statt, in dessen Verlauf die Kieler Füchse zusammen mit Thomas Papke und Winfried Matthiessen ein kleines Konzert gaben. Der Höhepunkt aber war das gemeinsame Singen des Liedes „Ich bin ein freier Wildbretschütz“ von Bläsern und Jägern.
Später kehrten alle in die Gaststube ein und ließen bei leckerem Essen und so manchem kühlen Getränk diesen schönen Jagdtag noch einmal Revue passieren.
Am Sonntag stand dann ein Spaziergang auf dem Fuchsplan. Von Sellin aus gingen wir zusammen mit den Hunden immer an der Ostsee entlang nach Göhren. Dort wurde eine kurze „Waffelpause“ eingelegt und später ging es dann mit dem „Rasenden Roland“ zurück nach Sellin. Am Abend gab es ein gemütliches Beisammensein im „Brauhaus zum Alten Fritz“ in Binz.

Ja und so langsam mussten wir dann wieder an den Alltag denken. Am Montag Vormittag sollte es dann wieder zurück nach Kiel gehen...

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei den 5 Jagdherren für die inzwischen zur Tradition gewordene Jagdeinladung bedanken. Wir sind immer wieder sehr gerne auf Rügen und würden uns freuen, wenn diese Freundschaften zur schönsten Insel der Welt weiterhin bestand halten würden. Des weiteren vielen Dank an Familie Walter, an die Teams der „Alten Brennerei“ und des „Brauhaus zum Alten Fritz“.

Wir freuen uns schon auf den Dezember 2008

Karsten Jacobs

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