Das Wildtier hinter den Kieler Füchsen

Der Fuchs ist das wahrscheinlich bekannteste Tier in unseren Wäldern. Ist er doch sehr anpassungsfähig und mit einer sprichwörtlichen Schläue ausgerüstet.  
Reineke, der auch dann und wann eine Gans vom Bauern verspeist kann in nahezu allen Lebansräumen existieren. Er bewohnt Feld- und Waldreviere sowie auch das Hochgebirge. Oft ist er aber auch in stadtnahen Wäldern zu beobachten, von denen aus er nachts loszieht und sich im ´Schlaraffenland Stadt´ satt frißt. Zu seiner Nahrung gehören hauptsächlich Mäuse. Daneben auch Wildkaninchen, Jungwild (Rehkitze, Hasen),Vogelgelege und Jungvögel, Insekten und auch Beeren und Obst. Auch Aas und Fallwild verschmäht er nicht, was ihm auch den Titel Waldpolizei gebracht hat.  
Er bevorzugt Erdbaue, die tagsüber einen sonnigen Balkon haben, wo er seine Mittagsruhe hält. In diesen zieht er auch seine Jungen auf , die ca. 52 Tage nach der ´Ranzzeit´ im Januar/Februar zusammen mit 4-8 Geschwistern zur Welt kommen. Nach 2-3 Monaten kann man die Fähe mit ihrem Nachwuchs auf der Schulpirsch beobachten. Zuerst ist es vielleicht nur ein Mistkäfer, dann ein Schmetterling und danach eine erste Maus, die der Jungfuchs erwischt. Bis sie sich im Spätsommer selbständig machen, müssen die Welpen lernen, sich alleine zu lernen.  
So nützlich der Fuchs auch sein mag, so gehört er doch zu den Hauptüberträgern der Tollwut und des kleinen Fuchsbandwurmes, die beide tödlich enden können. Deshalb ist eine Bejagung notwendig, die ihn natürlich nicht ausrottet, denn dann hätten wir eine hochinteressante Tierart verloren.